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Osteoporose – der stille Knochendieb

Die Osteoporose gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Menschen über 50 Jahren, besonders betroffen sind hierbei Frauen nach den Wechseljahren infolge der hormonellen Umstellung.

Jede zweite Frau erleidet demnach nach Eintritt der Wechseljahre bis zu ihrem Lebensende eine osteoporotisch bedingte Fraktur. Die Osteoporose ist aber keine auf Frauen beschränkte Erkrankung, auch Männer sind hiervon betroffen.

Osteoporose als Erkrankung ist ein schmerzloses Geschehen und wird leider häufig erst durch den bereits eingetretenen Bruch diagnostiziert. In Deutschland liegt die sogenannte therapeutische Lücke bei 91 %. Dies bezeichnet die Zeit, in der Patient*innen – da ihre Krankheit nicht oder noch nicht genau diagnostiziert wurde – keine, die falsche oder eine unzureichende Therapie erhalten.

Diese Lücke zu schließen ist uns ein wichtiges Anliegen. Die zum Teil invalidisierenden Folgen osteoporotischer Frakturen stellen für die Betroffenen eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität dar.

So freuen wir uns, auch mit dem Evangelischen Krankenhaus Hattingen eine Kooperation im Rahmen des sogenannten „Fracture Liaison Service“ geschlossen zu haben. Ziel ist das Erkennen und zügige Behandeln von stationär aufgenommenen Patienten*innen, bei denen aufgrund eines Bruches oder anderer Hinweise der Verdacht auf das Vorliegen einer Osteoporose besteht.

Ebenso bieten wir die Diagnostik der Osteoporose selbstverständlich auch ambulant als Selbstzahlerleistung an. Auch auf dem Weg einer Therapie begleiten wir Sie kompetent und verlässlich.

Wie wird die Osteoporose diagnostiziert?

Die Diagnosestellung erfolgt mit Hilfe der sogenannten DEXA-Messung (dual energy X-ray absorptiometry). Hierzu werden niedrigdosierte Röntgenstrahlen an definierten Messpunkten der Lendenwirbelsäule und des Schenkelhalses angewendet. Die Untersuchung dauert weniger als 10 Minuten und ist vollkommen schmerzlos.

Bei bestimmten Fragestellungen wird Ihnen zudem Blut abgenommen und gegebenenfalls ein Röntgenbild der Wirbelsäule angefertigt.

Die Ergebnisse und die möglicherweise daraus resultierende Therapie bespricht anschließend Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen.

Bitte sprechen Sie uns bei weiteren Fragen an.

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